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Jakobsweg 3: von Millingen aan de Rijn nach Roermond (Gesamtlänge 130 KM)

Der Weg der Vergleiche

Wer sich auf diesen Weg begibt, kommt ums Vergleichen nicht herum. Man wechselt immer wieder von Deutschland nach Holland und zurück und erlebt, was die beiden Länder unterscheidet. Man kommt durch riesige Wälder, wandert über Hügelketten, durchstreift enorme Gemüse- und Blumenanbaugebiete, entdeckt ehemalige Moorgebiete und bunte Seenlandschaften.

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Am nördlichen Ende des Weges liegt die einzige Stelle in den Niederlanden, wo der Rhein noch ein ungeteilter Fluss ist: in Millingen aan de Rijn. Man läuft auf dem Deich auf Kranenburg zu, das mit seiner mittelalterlichen Stadtmauer schon einen ersten architektonischen Vorgeschmack auf die abwechslungsreiche Strecke gibt. Kranenburg ist der älteste Wallfahrtsort am Niederrhein und wird schon seit 1308 von Pilgern besucht. Später führt der Weg zu dem hübschen Flüsschen Niers und in die Städte Goch, Weeze und Kevelaer. Dieser Marienwallfahrtsort gehört zu den ganz großen in Deutschland.

Von Kevelaer aus nähert sich die Strecke bald wieder den Niederlanden. Man kommt an mehreren alten Windmühlen bei Geldern-Walbeck vorbei und überquert hinter Straelen eine grüne Grenze. Bald folgt das großstädtische Venlo. Etwas Besonderes ist Steyl, das als schönstes Klosterdorf der Niederlande gilt. Hier findet man, verborgen hinter alten Mauern, den botanischen Garten des Jochumhofs mit vielen exotischen Pflanzen. Folgt man auf dem Prinzendeich weiter Richtung Roermond, passiert man den „Stein der Weisen“ bei Beesel.

Wie Venlo ist Roermond eine attraktive Einkaufsstadt, besonders tut sich hier ein 363 Tage im Jahr geöffnetes Designer-Outlet-Center hervor. Roermond ist aber auch eine Stadt des Wassers: ein Seengebiet von über 3.000 Hektar liegt gleich neben der Stadt, die sogenannten „Maasplassen“. Wer mag, kann hier also seine Wanderung ums Angeln, Bootfahren, Schwimmen oder Sonnenanbeten ergänzen.